Mittwoch, 21. November 2018

Neues aus Medizin & Wissenschaft

Ausgabe 07-08.2018

Neue Erkenntnisse und Studienergebnisse aus der Welt der Wissenschaft – rund um die Themen Gesundheit, Medizin, Ernährung und Wohlbefinden.


Foto: Depositphotos © DmytroBandakBOl

Übergewicht ist Hauptrisiko für Krebs

Immer mehr Studien belegen: Bestimmte Tumorarten wie Brustkrebs nach den Wechseljahren, Eierstock- oder Gebärmutterhalskrebs sowie Dickdarm- und Prostatakrebs treten bei übergewichtigen Menschen verstärkt auf. Die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, ist für stark übergewichtige Frauen (mit einem Body-Mass-Index von über 35) um ungefähr 90 Prozent höher als bei Normalgewichtigen. Zudem steigert Übergewicht das Risiko für das erneute Auftreten von Tumoren. Laut Experten hat Übergewicht sogar einen größeren Einfluss auf die Entstehung und das Voranschreiten von Tumorerkrankungen als Nikotinkonsum, weshalb Übergewicht Rauchen als Hauptrisikofaktor für Krebs bald ablösen könnte.

Kuscheln beeinflusst DNA von Babys

Aktuelle Studie beweist: Kuscheln hat Auswirkungenauf Zellentwicklungund somit auf die Gesundheit des Babys.

Kuscheln, Schmusen, im Arm wiegen: Körperkontakt mit Babys löst nicht nur bei Erwachsenen Glücksgefühle aus, sondern hat sogar Auswirkungen auf die molekulare Ebene des Kleinkinds. Das belegt eine aktuelle Studie der Columbia University und des BC Children’s Hospital Research Institute. Anders ausgedrückt: Körperliche Zuneigung wirkt sich auf die Zellentwicklung aus. Insgesamt nahmen 94 gesunde Kinder an der vierjährigen Studie teil. Die Eltern waren zu Aufzeichnungen über das Schlaf-, Ess- und Schreiverhalten ihrer Kinder angehalten, aber auch über den täglichen Körperkontakt. Zudem wurde ein Abstrich der DNA der Säuglinge gemht. Nach viereinhalb Jahren wurden anhand erneuter DNA-Abgleiche starke Unterschiede in der sogenannten Methylierung zwischen Kindern mit wenig und viel Körperkontakt gefunden, die an fünf verschiedenen DNA-Seiten festgemacht wurden. Zwei dieser Seiten stehen für das Immunsystem und den Stoffwechsel. Kinder, die anstatt mit Nähe vor allem mit Stress konfrontiert wurden, zeigten sich zelltechnisch und biologisch gesehen sogar unterentwickelt. Sie wiesen einen deutlich schlechteren Gesundheitszustand auf. Weitere Studien sollen folgen, unter anderem die Auswirkungen auf die psychologische Entwicklung betreffend.

Ungesunde Raumluft

Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov, an der 1.000 Österreicher und Österreicherinnen ab 18 Jahren teilnahmen, zeigt: Österreicher verbringen im Durchschnitt 90 % ihrer Zeit in Innenräumen. Dabei erwiesen sich Frauen als größere Stubenhocker als Männer: 15,2 % gaben an, 21 bis 24 Stunden täglich in Innenräumen zu verbringen, bei den Männern waren es nur 9,9 %.  Am meisten suchen Senioren die frische Luft, am wenigsten die Altersgruppe der 18 bis 29-Jährigen.  Auch das Bewusstsein für die Raumluftqualität fehlt: 80 % der Befragten wussten nicht, dass die Luft im Innenraum oft stärker verunreinigt ist als draußen.

Diabetes schädigt Netzhaut

Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko, Schäden an den Blutgefäßen zu entwickeln. Besonders die Blutgefäße der Netzhaut (Retina) sind betroffen. Die zuckerbedingte Netzhauterkrankung (in Österreich sind davon ca. 50.000 betroffen) zählt weltweit zu den häufigsten Erblindungsursachen. Die deutsche Stiftung Augen rät jedem Diabetes-Patienten, mindestens einmal im Jahr eine Kontrolle beim Augenarzt durchführen zu lassen – auch wenn man keine Beschwerden hat. Im Anfangsstadium verursacht die Krankheit häufig keine Symptome. Je früher diese erkannt werden,
desto besser die Behandlungschancen!

Zahl des Monats 150.000

... Österreicherinnen und Österreicher sind medikamentensüchtig. Medikamentensucht ist somit die dritthäufigste Sucht hierzulande. Es sind in erster Linie beruhigende Substanzen und Schlafmittel, aber auch Schmerzmittel und Amphetamine (aufputschende Substanzen), die oft schon nach wenigen Wochen der Einnahme in die Abhängigkeit führen.

Handy nicht im Bett

Eine aktuelle schottische Studie mit 91.000 Teilnehmern gibt uns einen Grund mehr, das Handy nicht mit ins Bett zu nehmen: Den Forschern der University of Glasgow zufolge steigt das Risiko von psychischen Erkrankungen um sechs bis elf Prozent, wenn man sich kurz vor dem Schlafengehen noch mit seinem Smartphone beschäftigt. Die Reize kurz vor der nächtlichen Ruhe würden einen erholsamen Schlaf verhindern, worunter die Psyche leidet.

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